• Sylvia

Persönliches September 2020

Aktualisiert: Apr 7


Wer hätte das gedacht, wir sind tatsächlich am Mittelpunkt der Erde angekommen.


Quito ist der neue Wohnort unserer fünfköpfigen Familie!


Ecuador – ein Land in dem Gott seine ganze Liebe und Vielfallt zeigt!

Wenn ich die Natur betrachte komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das ganze Jahr über blühen wohlduftende Blumen, es gibt Früchte Gemüse Obst in verschiedensten Geschmacksrichtungen in Hülle und Fülle. Und die Ecuadorianer kochen frisch und geschmackvoll.


"rico"- heißt "reich" und zugleich "lecker"😉


Wir erleben das Wetter von vier Jahreszeiten an einem Tag.

Auf den 6 Tausender Bergen um uns herum liegt Schnee. In Quito sind wir auf ca. 3 Tausend Höhenmeter. Dort ist es in der Nacht kühl und unter tags wird es bis zu 30 Grad warm. Die Sonne ist dann stechend stark. Nachmittags weht oft ein Wind und größtenteils beginnt es gegen Abend zu regnen.


Es leben die unterschiedlichsten Menschen in diesem Land, die ihre Wurzeln in allen Ländern dieser Welt wissen. Es wird ein sauberes Spanisch gesprochen mit vielen blumigen Verschönerungen und freundlichen Verzierungen. Wenn ich ihnen beim Smalltalk zuhöre, kommt mir ein Lächeln.

Ein ecuadorianischer Smaltalk könnt in Vorarlberg locker als Poesie durchgehen!


Die Leute von den Bergen sind in der Großstadt Quito nur wenige unterwegs. Sie sind kleine Menschen mit langem schwarzen Zöpfen und tragen prächtige Sombreros. Für uns schauen diese Sombreros wie kleine Zylinder aus (nicht wie die Mexikaner-Strohhüte). Die Kinder haben hübsche Gesichter mit riesigen dunklen Knopfaugen und auch die älteren Menschen schauen so besonders und schön aus.


Ecuador hat viele Probleme mit Korruption, Umweltzerstörung, Ungleichbehandlung, Raubbau. Arbeitslosigkeit und Armut.

Diese Probleme sind neben all der Schönheiten in Quito nicht zu übersehen.


Die Corona- Krise hat das Land außerdem sehr stark getroffen. Die Aktuellen Zahlen sprechen von bis zu 85% der Bevölkerung die von Arbeitslosigkeit bedroht sind!


Die einheimischen Mitarbeiter von Pan de Vida berichten, dass sie noch nie zuvor so viele Menschen auf der Straße angetroffen haben, die um Essen bitten, wie in dieser Zeit. Das Hilfswerk hat in den letzten Monaten mehr Lebensmittel ausgegeben als je zuvor. Doch ihre Ressourcen sind im Moment am Anschlag. Und es gibt weiterhin sehr viele Familien, die wirklichen Hunger leiden.


Die Kultur der Kontaktfreudigkeit hat sich leider stark verändert, da die Angst vor Ansteckung sehr groß ist.


Die übliche Umarmung als Gruß ist gestorben.


Viele Menschen haben seit Monaten ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Wir erleben, dass Menschen sich trotz Lockerungen der Corona-Regelungen strickt auch weiterhin an Social Distancing halten. Hautkrankheiten grassieren, wie uns eine gebildete Professorin berichtet hat. Der Grund dafür ist die häufige Desinfektion von Händen. Auch Kleidung, Autos, Räume, Taschen, Bargeld und vieles mehr wird ständig mit Desinfektionsmittel eingesprüht. Und jeder öffentliche Eingang kann nur nach Fiebermessung passiert werden.


Überall in der Öffentlichkeit wird Maske getragen, was auch verpflichtend ist, so auch bei einer Alleinfahrt im Auto.


Aber diese Verrücktheiten kenne wir auch von anderen Teilen der Welt.


Wenn jemand die Maske unten hat, sieht man das Lächeln. Und ich erlebe die Leute meist sehr höflich und freundlich.


"Wir sind gut angekommen!", möchte ich es für uns alle fünf zusammen fassen!


Und es gibt bereits viel zu tun! So wie wir in Österreich vor unserer Abreise Unmengen an Behördengängen und Organisatorisches zu erledigen hatten, soviel liegt auch hier auf unserem Schreibtisch. Viele Schritte sind notwendig um unser Leben in Ecuador ordnungsgemäß zu starten. Der Stundenaufwand dafür ist horrend.


Des weiteren ist Daniel bereits mit Oscar (dem Leiter von Pan de Vida) in die Planungskonzepte eingestiegen. Eine in der Kriese neu gewachsene Vision ist die Umsetzung von Onlinekursen für Bedürftige und online Beratung von Non Profit Organisationen.

Insgesamt zeichnet sich der intensivierte Weg über Online Strategien klar ab.


Und wieder mal ein Lächeln, über Gottes Timing - wann er einen Softwarefachmann aussendet, um in einem humanitären Projekt zu helfen ;-).

Die übliche Armenspeisung im Haus von Pan de Vida musste bei Beginn der Krise eingestellt werden.

Somit ist es im Gebäude des Hilfswerk ruhig geworden. Das Team hat mit Hilfe von einheimischen freiwilligen Helfern begonnen, das in die Jahre gekommene Gebäude zu renovieren. Alte Fenster werden gegen kindersichere Exemplare ausgetauscht, Elektrizität erneuert und das ganze Gebäude erhält einen frischen freundlichen Anstrich.

Es ist für uns spannend bei diesen Aktionen dabei zu sein. Die Mitarbeiter und Freiwilligen besser kennen zu lernen und mehr über sie und ihre persönliche Motivation zu erfahren!




Anfang Oktober sollen wieder Menschen in das Gebäude von Pan de Vida kommen können!


Wir freuen uns darauf!


Liebe Grüße Sylvia



Erklärung zu einzelnen Bildern...


Einblicke in die Stadt!

Menschen die um Geld und Essen bitten.


Unser Notfall-Rucksack

dieser ist notwendig wegen Erdbebengefahr

Wasser auf Vorrat, weil das schwache Leitungswassernetz auch mal für einen Tag abgestellt wird.

Unsere Kids beim Spiel mit neuen Freunden.

Lebensmittel abpacken bei Pan de Vida – für 60 Doller kann Pan de Vida ein vierköpfige Familie für einen Monat versorgen.

Wir unterwegs in Quito und Umgebung – die Höhe macht müde und erschwert das Atmen, manchmal gibt’s auch Kopfweh. Die Kinder machen aber sehr gut mit.


Wir mit andern bei Renovier Aktionen im Gelände von Pan de Vida.


Wir sind Daniel Metzler, Sylvia Metzler, Jakob Metzler, Olivia Metzler, Hannes Metzler.


Erfahre noch mehr über Senfkorn | Familie Metzler bei Pan de Vida in Ecuador auf


https://www.feg-dornbirn.at/willkommen/unser-team/in-ecuador/

https://www.hilfedieankommt.at/de/projekte/entwicklungshilfe/pan-de-vida

https://pandevida.org.ec/

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